Anbau und Verbreitung der Aprikose

Obwohl die Aprikose bereits vor Christi Geburt in unseren Breitengraden bekannt war, begann man erst im 16. Jahrhundert mit der Kultivierung der Frucht in Nordeuropa.

Zu empfindlich ist die Aprikose, die trockene, warme Regionen liebt und sehr frostanfällig ist. Zum traditionellen Anbaugebiet wurde die ungarische Tiefebene, in der die Türken während ihrer Herrschaft riesige Obstplantagen anlegten. Nach ihrem Abzug verödeten diese Obstgärten. Als die Tiefebene sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgrund von starken Sandstürmen in eine Sandwüste zu verwandeln drohte, begann man erneut mit dem Anbau von Obst. Besonders geeignet hierfür waren die Aprikosenbäume, da sie nicht nur Hitze und Trockenheit, sondern auch sandigen Boden bevorzugen.

Heutzutage werden Aprikosen vor allem in der Ost-Türkei (Malatya) am Euphrat, in Italien und Spanien angebaut. Nördlicher gelegene Anbaugebiete finden sich in Österreich (Wachau), in Südtirol (Vinschgau) und im schweizerischen Kanton Wallis. Wildarten der Aprikose gibt es heute noch in Afghanistan und Japan.